Tasseographie

Die Tasse lesen

Trinken Sie alles bis auf einen Schluck, wirbeln Sie dreimal gegen den Uhrzeigersinn, stülpen Sie die Tasse auf die Untertasse und drehen Sie sie um. Was am Porzellan haften bleibt, ist die Lesung.

Kurz gesagt

Lies die Tasse: Drei Symbole von Rand, Wand und Boden zeigen die Gegenwart, die kommenden Wochen und die tiefere Ursache deiner Frage.

  • Große, klare Symbole übertreffen kleine, mehrdeutige; Krümel ignorieren.
  • Ansammlungen in der Nähe des Henkels betreffen den Fragesteller direkt; die ferne Seite betrifft andere.
  • Eine fast leere Tasse ist eine vollwertige Lesung – sie bedeutet eine ruhige Phase.
  • Kaffeesatz funktioniert identisch und ist in weiten Teilen des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens die ältere Praxis.

Die Tasseographie gelangte im 17. Jahrhundert mit dem Tee nach Europa und passte ältere Traditionen des Wachs-, Blei- und Kaffeesatzlesens an. Sie blühte als häusliche Praxis in Großbritannien und Irland auf, wo die Tasse bereits ein fester Bestandteil des täglichen Lebens war und das Lesen nichts kostete.

Die Methode ist projektiv: Lose Teeblätter bilden mehrdeutige Formen, und die Leserin benennt, was sie sieht. Die Positionierung ist ebenso wichtig wie das Symbol – der Rand für die Gegenwart, die Seite für die kommenden Wochen, der Boden für die Grundursache oder die ferne Zukunft.

Fragen, die Leser stellen

Welche Art von Tasse sollte ich verwenden?

Eine breite, flache, schlichte, helle Tasse – gemusterte Innenseiten machen Formen unlesbar.

Was bedeuten die drei Zonen?

Der Rand steht für die Gegenwart und das Unmittelbare, die Seite für die kommenden Wochen, der Boden für die Grundursachen und den tieferen Trend.

Kann ich stattdessen Kaffeesatz lesen?

Ja – Tasseomantie mit türkischem oder griechischem Kaffee ist die ältere und wohl reichere Tradition.